Ein Diskussionsabend im EBZ Bad Alexandersbad
Kommunalpolitik ist die Ebene, auf der Demokratie unmittelbar spürbar wird: Hier wird entschieden, wie Buslinien verlaufen, wo Spielplätze entstehen, wie Kultur, Bildung und soziale Angebote vor Ort gestaltet werden. Doch wer sitzt eigentlich an diesen Tischen – und sind Frauen dabei immer noch eher die Ausnahme als die Regel?
Diese Frage nimmt das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad (EBZ) gemeinsam mit Partnern wie dem DGB Bayern in den Blick. Unter dem Titel „Frauen in der Kommunalpolitik – (k)eine Ausnahme?“ lädt das EBZ am Donnerstag, den 5. März 2026, von 19:00 bis 21:00 Uhr zu einem Diskussionsabend mit anschließendem Sektempfang ein. Veranstaltungsort ist das EBZ in der Markgrafenstraße 34 in Bad Alexandersbad.
Im Zentrum des Abends stehen Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen und Frauen, die sich lokal engagieren oder den Schritt in ein Amt planen. Thematisiert wird, warum Frauen in Gemeinderäten, Kreistagen und Stadträten nach wie vor unterrepräsentiert sind – und welche Hürden ihnen auf dem Weg in Mandate begegnen: von parteiinternen Strukturen über Zeitdruck zwischen Ehrenamt, Beruf und Care-Arbeit bis hin zu Anfeindungen im Netz und vor Ort. Gleichzeitig geht es um ermutigende Beispiele: Was funktioniert bereits gut? Wo wurden Strukturen verändert, damit mehr Frauen sichtbar mitentscheiden?
Der Diskussionsabend ist Teil des demokratiepolitischen Profils des EBZ Bad Alexandersbad. Als evangelisches Bildungshaus versteht sich das Zentrum als Ort, an dem Menschen über gesellschaftliche Fragen ins Gespräch kommen, sich vernetzen und Handlungsmöglichkeiten entdecken. Die Fachstelle „Demokratie und Partizipation“, die am EBZ angesiedelt ist, entwickelt gezielt Formate, die demokratische Kultur stärken, Zivilgesellschaft unterstützen und zu mehr Beteiligung ermutigen – besonders in ländlichen Räumen.
Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an aktive Kommunalpolitikerinnen, sondern an alle, die sich für Geschlechtergerechtigkeit und lokale Demokratie interessieren: Menschen aus Initiativen, Verbänden, Kirchengemeinden, Parteien, aber auch neugierige Bürgerinnen und Bürger. Der anschließende Sektempfang bietet Raum, sich in entspannter Atmosphäre weiter auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und vielleicht die eine oder andere Idee für ein künftiges Engagement mitzunehmen.
Wer sich fragt, ob Politik „etwas für mich“ sein kann, bekommt an diesem Abend ehrliche Einblicke, Mut machende Vorbilder und konkrete Hinweise, wie der Einstieg in die Kommunalpolitik gelingen kann. Denn Demokratie lebt davon, dass viele unterschiedliche Perspektiven am Tisch sitzen – und dafür braucht es mehr Frauen, die vor Ort Verantwortung übernehmen