Hitler in Hof? – eine Einordnung von Prof. Ruppert zu dem „Hitler-Bild“ in der Christuskirche Hof (mit Möglichkeit zur Kirchenführung)
Wie wir die Figur Hitlers im Bild des Berliner Kunstprofessors Holst in der Christuskirche aus dem Zeitkontext des Jahres 1939 und der „deutschen Kunst“ erklären können.
Termin:
Mittwoch, 28. Januar 2026, 19.30 Uhr
(Möglichkeit zur Kirchenführung in der Christuskirche um 18.45 Uhr)
Veranstaltungsort:
Gemeindesaal der Christuskirche
Zeppelinstr. 18
95032 Hof
Die Darstellung Hitlers auf einem Bild der Christuskirche Hof sorgt für Aufsehen. Vor dem Hintergrund des neuen Buches „Blendwerke“ vertieft der Berliner Professor Prof. Dr. Ruppert, ein gebürtiger Hofer, seine These, dass der Kunstprofessor Richard Holst neben Christus sehr bewusst Adolf Hitler malte. Hintergrund war die zwischen 1938 und 1941 sehr hohe Popularität „des Führers“ in der Zustimmungsliteratur (Götz Aly). Bei einem Teil der evangelischen Protestanten genoss dieses hohes Ansehen, weil mit ihm Deutschlands „Wiederaufstieg“ zur europäischen Vormacht seit 1938, neue militärische Stärke und die Vision einer großen Zukunft im „arischen“ Zukunftsstaat verbunden wurden. Dieses „nationale Lager“ unterstützte zeitgleich die Exklusion der „Nicht-Arier“ und in Teilen die Euthanasie. Der Maler Holst, der Hitler den Rang eines (weltlichen) „Erlösers gab, teilte die „NS-Weltanschauung“ und galt als prominenter und erfolgreicher Repräsentant der „deutschen Kunst“.
Der Vortrag Rupperts stellt Hintergründe künstlerischen Schaffens im Dritten Reich vor und auf dieser Basis eine der wissenschaftlichen Perspektiven auf die Darstellung Hitlers in der Christuskirche. Im Nachgang an der Vortrag (19.30 Uhr) findet ein kurzes, vom Kulturamtsleiter Fabian Riemen moderiertes Nachgespräch mit Expert:innen statt. Bereits um 18.45 führt Pfarrer Martin Müller durch die Christuskirche und gibt die Möglichkeit das Bild vor Ort zu sehen.
Der gebürtige Hofer Professor Wolfgang Ruppert lehrte Kultur- und Politikgeschichte an der Universität der Künste Berlin. Er erläutert das Bild im Zeitkontext der „deutschen Kunst“